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Kann Tractive Virtual Fence Hunde am Ausbrechen hindern?

Can Tractive Virtual Fence Stop Dogs from Getting Out?

Inhalt

Das Wort „Zaun“ spielt hier eine entscheidende Rolle. Wenn die meisten Menschen „Tractive Virtual Fence“ hören, stellen sie sich etwas vor, das ihren Hund innerhalb eines bestimmten Bereichs hält – eine unsichtbare Barriere, die tatsächlich Ausbrüche verhindert. Das ist aber nicht die Funktionsweise.

Der virtuelle Zaun von Tractive ist eine nützliche und absolut tierfreundliche Funktion. Keine Stromschläge, keine Vibrationen für Ihren Hund. Allerdings klafft eine Lücke zwischen dem, was der Name verspricht, und der tatsächlichen Leistung.

Bevor Sie sich darauf als wichtigstes Sicherheitsnetz für Ihren Hund verlassen, müssen Sie genau wissen, wie es funktioniert, wie schnell es reagiert und wo seine Grenzen liegen.

Verursacht der Tractive Virtual Fence bei Ihrem Hund Stromschläge?

Nein. Der virtuelle Zaun von Tractive ist absolut stromlos. Wenn Ihr Hund eine Grenze überschreitet, passiert ihm nichts – die Benachrichtigung geht an Ihr Smartphone, nicht an sein Halsband.

Das ist die häufigste Frage, die gestellt wird, und die Verwirrung ist verständlich. Elektrische Hundezaungeräte von Marken wie PetSafe und SportDOG geben über das Halsband einen statischen Impuls (einen Stromschlag) ab, sobald sich ein Hund einer Begrenzung nähert.

Das Halo-Halsband nutzt Ton, Vibration und optional statische Korrektur. Dabei handelt es sich um Systeme zur Begrenzung des Bewegungsbereichs, die entwickelt wurden, um einen Hund zu trainieren, innerhalb eines festgelegten Bereichs zu bleiben.

So funktioniert Tractive nicht.

Es handelt sich um einen GPS-Tracker mit Geofencing-Funktion, nicht um einen Elektrozaun. Ihr Hund spürt weder ein Summen, Piepen noch eine Vibration oder irgendetwas anderes, wenn er die festgelegte Grenze überschreitet. Sie erhalten lediglich eine Push-Benachrichtigung auf Ihr Smartphone.

Tractives Ansatz ist tierärztlich geprüft und human – das bedeutet aber auch, dass der „Zaun“ eigentlich nichts einzäunt.

Wie funktioniert der Tractive Virtual Fence genau?

Sie zeichnen in der Tractive-App eine Grenze auf einer Karte. Sobald der GPS-Tracker Ihres Hundes diese Grenze überschreitet, sendet Tractive eine Push-Benachrichtigung an Ihr Smartphone. Sie werden darüber informiert, dass Ihr Hund das Gebiet verlassen hat. Die App verhindert jedoch nicht, dass er wegläuft.

Die Einrichtung dauert ein paar Minuten.

Öffne die Tractive-App, gehe zum Tab „Karte“ oder „Profil“ und tippe auf „Virtuellen Zaun hinzufügen“. Du legst fest, ob es sich um eine Sicherheitszone (dein Hund soll drinnen bleiben – du erhältst eine Benachrichtigung, wenn er sie verlässt) oder eine Sperrzone (dein Hund soll diesen Bereich meiden – du erhältst eine Benachrichtigung, wenn er ihn betritt) handelt. Anschließend zeichnest du eine Form auf der Karte. Du kannst einen Kreis, ein Rechteck oder ein benutzerdefiniertes Polygon auswählen.

Geben Sie dem Zaun einen Namen, speichern Sie ihn, und fertig. Alle Personen, denen Sie Zugriff auf den Tracker gewährt haben, erhalten ebenfalls die Benachrichtigungen. Das ist besonders praktisch, wenn Ihr Partner oder ein Hundesitter Ihren Hund betreut.

Sie können bis zu fünf virtuelle Zäune pro Tracker einrichten. Sowohl Sicherheitszonen als auch Sperrzonen zählen zu diesem Limit. Diese Funktion erfordert ein aktives Tractive-Abonnement – ​​läuft Ihr Abonnement ab, funktionieren Ihre virtuellen Zäune nicht mehr.

Wie schnell alarmiert Sie der virtuelle Zaun von Tractive?

Im Standard-Tracking-Modus überprüft Tractive den Standort Ihres Hundes etwa alle zwei Minuten. Das bedeutet, dass Sie eine Ausreißerwarnung bis zu zwei Minuten nach dem Verlassen des festgelegten Bereichs erhalten können. Im Live-Tracking-Modus erfolgen Aktualisierungen alle zwei bis drei Sekunden und Benachrichtigungen nahezu sofort, allerdings verkürzt sich die Akkulaufzeit von Tagen auf Stunden.

Dieses Detail wird von den meisten Menschen übersehen, und es ist wichtiger, als man denkt.

Ein Hund, der in mäßigem Tempo läuft, legt etwa 150 bis 180 Meter pro Minute zurück. In zwei Minuten könnte Ihr Hund also schon 400 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt sein, bevor Ihr Handy überhaupt vibriert. Das reicht aus, damit ein Hund eine vielbefahrene Straße erreicht, in einem Waldstück verschwindet oder um eine Ecke biegt, wo Sie ihn nicht mehr sehen können.

Der LIVE-Tracking-Modus löst das Geschwindigkeitsproblem – Aktualisierungen alle 2 bis 3 Sekunden bedeuten, dass Sie nahezu sofort informiert sind. Allerdings verbraucht der LIVE-Modus schnell viel Akku und ist für die aktive Nutzung konzipiert, nicht für den Dauerbetrieb.

In der Praxis befinden sich die meisten Besitzer die meiste Zeit im Standardmodus, was eine eingebaute Verzögerung bedeutet.

Es gibt auch eine Größenbeschränkung.

Der minimale Radius eines virtuellen Zauns beträgt 50 Meter für Kreise und 100 x 100 Meter für Rechtecke. Bei kleinen Gärten oder wenn Sie einen bestimmten Bereich Ihres Grundstücks einzäunen möchten, ist die Begrenzung möglicherweise zu groß, um sinnvoll zu sein.

Auch GPS-Abweichungen können zu Fehlalarmen führen – Tractive weist in seinem Hilfecenter darauf hin, dass GPS-Störungen in Innenräumen dazu führen, dass die Position des Trackers „springt“, manchmal sogar außerhalb der Zaungrenze, was eine Ausbruchsbenachrichtigung auslöst, selbst wenn Ihr Hund auf dem Sofa schläft.

Was kann der Tractive Virtual Fence nicht leisten?

Es kann Ihren Hund nicht physisch am Weglaufen hindern, funktioniert nicht ohne Mobilfunkempfang und benötigt ein aktives Abonnement. Es ist ein Warnsystem, kein System zur Eindämmung.

Dies ist keine Kritik an Tractive – es liegt in der Natur der Sache, was ein GPS-Geofence ist. Der Name „virtueller Zaun“ weckt jedoch Erwartungen, die diese Funktion nicht erfüllen kann. Folgendes sollten Sie beachten:

Es kann Ihren Hund nicht im Zaum halten. Es gibt keine physische Barriere und keinen Anreiz für den Hund. Wenn Ihr Hund ausreißt, reißt er einfach aus. Der virtuelle Zaun informiert Sie erst hinterher darüber.

Ohne Mobilfunkempfang funktioniert es nicht. Der Tracker benötigt Mobilfunkempfang, um Benachrichtigungen zu senden. Wenn Sie in einem ländlichen Gebiet mit lückenhafter Netzabdeckung leben oder Ihr Hund in einen Funkloch gerät, erreichen Sie keine Benachrichtigung. Auch die Live-Ortung ist ohne Empfang nicht möglich.

Die zuverlässige Abdeckung sehr kleiner Bereiche ist problematisch. Aufgrund der Mindestgröße für Zäune und der begrenzten GPS-Genauigkeit liefert die Funktion bei kleinen Gärten oder bestimmten Bereichen innerhalb eines Gartens unzuverlässige Ergebnisse. Mehrere Nutzer berichten, dass die Funktion auf größeren Grundstücken (mehrere Hektar) gut funktioniert, jedoch bei engeren Grenzen Schwierigkeiten hat.

Virtuelle Zäune können weder einen physischen Zaun noch ein Rückruftraining ersetzen. Das bestätigt auch Tractive selbst: Virtuelle Zäune sind ein Überwachungsinstrument, kein Ersatz für eine ordnungsgemäße Einzäunung oder das Training Ihres Hundes, auf Abruf zu kommen.

Nichts davon ist ein Ausschlusskriterium, wenn man versteht, was man bekommt. Der virtuelle Zaun von Tractive ist ein intelligentes Warnsystem. Er ist nur eben nicht die unsichtbare Barriere, die der Name vermuten lässt.

Was sollten Sie nach einer Benachrichtigung durch den virtuellen Zaun tun?

Sobald Sie eine Ausreißerwarnung erhalten, öffnen Sie die Tractive-App, wechseln Sie in den Live-Tracking-Modus und verfolgen Sie den Standort Ihres Hundes in Echtzeit auf der Karte. Bei guter Mobilfunkabdeckung in Ihrer Gegend ist das Live-Tracking von Tractive besonders effektiv, um einen Hund in Bewegung zu finden.

Der LIVE-Modus von Tractive aktualisiert sich alle 2 bis 3 Sekunden – schnell genug, um einen laufenden Hund in Echtzeit zu verfolgen. Die App verfügt außerdem über einen Radarmodus zur Ortung im Nahbereich, wenn Sie in der Nähe sind, Ihren Hund aber nicht sehen können. Zusätzlich lässt sich am Tracker eine Licht- und Tonfunktion aktivieren, um ihn auch im Dunkeln oder in dichtem Gebüsch leichter aufzuspüren.

Der Haken ist, dass all das von der Mobilfunkabdeckung abhängt. Sobald Ihr Hund in ein Gebiet ohne Mobilfunkempfang gerät – beispielsweise in ein Waldstück, auf eine Landstraße oder zwischen zwei Mobilfunkmasten –, funktioniert der Tracker nicht mehr. Sie verlieren dann die Benachrichtigungen des virtuellen Zauns und die Möglichkeit, Ihren Hund zu orten.

Dieses Szenario bereitet vielen Hundebesitzern schlaflose Nächte, insbesondere Menschen, die wandern, auf dem Land leben oder deren Hunde in Gebiete entlaufen, in denen der Mobilfunkempfang unzuverlässig ist.

Hier unterscheiden sich funkbasierte GPS-Tracker. Der Aorkuler 2 beispielsweise sendet die GPS-Koordinaten Ihres Hundes direkt per Funksignal an eine Fernbedienung – ohne Mobilfunkmasten, ohne App, ohne Abonnement.

Es bietet keine automatischen Ausbruchsalarme wie der virtuelle Zaun von Tractive, aber wenn Sie Ihren Hund in einem Funkloch finden müssen, funktioniert es bis zu einer Entfernung von 5,6 Kilometern mit Standortaktualisierungen alle 3 Sekunden. Es ist kein Ersatz für Geofencing – es funktioniert, wenn die Mobilfunkortung nicht ausreicht.

Der virtuelle Zaun ist ein Ausgangspunkt, kein Sicherheitsnetz.

Der virtuelle Zaun von Tractive ist wirklich eine nützliche Funktion. Er ist tierfreundlich, einfach einzurichten und eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn der Hund den Garten verlässt, ist besser als gar nichts zu wissen. Für Besitzer in Gebieten mit guter Mobilfunkabdeckung bietet er ein zusätzliches Plus an Sicherheit.

Es handelt sich jedoch um ein Alarmsystem, nicht um ein Eindämmungssystem. Es benachrichtigt Sie, wenn Ihr Hund entlaufen ist – möglicherweise erst zwei Minuten später. Es benötigt Mobilfunkempfang und ein monatliches Abonnement, um aktiv zu bleiben.

Wenn Sie eine Ortungslösung benötigen, die ohne Mobilfunkempfang oder monatliche Gebühren funktioniert, ist der Aorkuler 2 einen Blick wert. Und falls Sie sich ausschließlich auf einen virtuellen Zaun verlassen, sollten Sie diesen mit einem soliden Rückruftraining und einer physischen Barriere kombinieren. Ihr Hund weiß schließlich nicht, dass es eine Linie auf einer Karte gibt.


Häufig gestellte Fragen

Verursacht der virtuelle Zaun von Tractive bei Ihrem Hund Stromschläge oder Vibrationen?

Nein. Der virtuelle Zaun von Tractive sendet lediglich eine Benachrichtigung an Ihr Smartphone. Ihr Hund spürt weder Stromschlag noch Vibration oder sonstige Reize, wenn er die Grenze des virtuellen Zauns überschreitet. Es handelt sich um ein Benachrichtigungssystem für den Besitzer, nicht um ein Korrektursystem für den Hund.

Wie viele virtuelle Zäune kann man mit Tractive einrichten?

Bis zu fünf Tracker pro Gerät. Sie können Sicherheitszonen einrichten, die Sie benachrichtigen, sobald Ihr Hund den Bereich verlässt, und Sperrzonen, die Sie benachrichtigen, sobald Ihr Hund ihn betritt. Beide Zonentypen zählen zum Limit von fünf Zäunen. Diese Funktion erfordert ein aktives Tractive-Abonnement.

Funktioniert der virtuelle Zaun von Tractive auch ohne Mobilfunkempfang?

Nein. Der Tractive-Tracker nutzt Mobilfunknetze, um virtuelle Zaunwarnungen und Standortdaten an Ihr Smartphone zu senden. Ohne Mobilfunkempfang werden keine Warnungen zugestellt und eine Echtzeit-Ortung ist nicht möglich. Für die Ortung abseits des Mobilfunknetzes eignet sich ein funkbasierter GPS-Tracker wie der Aorkuler 2 , der auch ohne Mobilfunkmasten funktioniert.

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